5 Tipps wie du regelmässiger meditieren kannst

Im Herbst und Winter haben einige das Bedürfnis innezuhalten, einen Gang runterzuschalten, zur Ruhe zu kommen, mal durchzuatmen. Sich vielleicht auch mehr um die Familie und die persönlichen Bedürfnisse zu kümmern. Dabei mag das Thema „Meditation“ auftauchen – und Fragen aufwerfen.

 

Vor allem am Anfang stellen sich viele Fragen und Unsicherheiten: „Muss ich im Schneidersitz oder gar im Lotussitz meditieren?“, "Darf ich auch im Liegen meditieren?", „Muss ich an nichts denken? Was, wenn doch ein Gedanke auftaucht?“, „Wie schaffe ich das, ganz still zu sitzen?“, „Wie lange muss ich still dasitzen?“.

 

Einige Recherchen verschrecken vielleicht mehr als sie beruhigen:

  • Still sitzen
  • Der Lotussitz (Autsch, meine Knie!)
  • Stundenlanges sitzen
  • An Nichts-denken
  • Dich mit dem höheren Selbst verbinden
  • Geistige Führung
  • Erleuchtung erfahren

Falls du gerade erst mit Meditation beginnst: Keine Bange. Meditation kann auch ganz einfach sein. Alle oberen Punkte (und noch mehr) stimmen, ABER sie erscheinen erst nach und nach. Du hast also gaaaaanz viel Zeit.

 

Ungeachtet ob du nun mit Meditation starten möchtest, schon mal meditiert hast und regelmässig meditieren willst, oder schon regelmässig meditierst: Die folgenden 5 Tipps können dir helfen, eine regelmässige(re) Meditations-Praxis aufzubauen und Meditation in deinen Alltag zu integrieren.

5 Tipps um regelmässiger zu meditieren

Meditationstipp 1: plane die Meditations-Einheit so ein wie einen externen verbindlichen Termin

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Werde verbindlich: Trage dir die Meditations-Einheiten in die Agenda ein.

Gib deiner Meditations-Einheit dieselbe Verbindlichkeit wie einem externen Treffen. Trage ihn dir auch verbindlich ein.

 

Widerstehe dem Impuls, deinen Meditations-Termin leichtfertig für etwas anderes zu streichen. Frage dich bei diesem Impuls: "Würde ich diesen Termin auch streichen, wenn es ein Vorstellungsgespräch wäre?"

Regelmässig meditieren, Meditationstipp 2: plane realistisch

Ich weiss, in der Euphorie möchte man ganz oft und ganz viel meditieren. Regelässiger zu meditieren scheint einfach. Wir sind hochmotiviert – und überschätzen vor lauter Motivation unsere Möglichkeiten. Was nicht schlimm ist. Aber wenn wir zu oft die Meditations-Einheit streichen müssen, löst das mehr Frust aus. Wir fühlen uns als „Versager“ – und tendieren eher dazu, die Meditation ganz aufzugeben als regelmässig zu meditieren.

 

Sei also ehrlich zu dir selber und plane deine Meditations-Einheiten realistisch. Sprich: Nicht zu oft, nicht zu lange.

 

Meditationstipp 3: Integriere deine Meditations-Praxis in den Alltag

Wenn wir sehr motiviert sind, glauben wir auch, dass wir unseren Alltag schon der neuen Idee, der neuen Praxis anpassen können. Doch du ahnst es… Der Alltag ist stärker – und vor allem hartnäckiger als unsere Motivation. Nichts beerdigt die Absicht regelmässig zu meditieren als der Alltag, der sich einfach nicht beugen will. Also mach es umgekehrt: Baue die Meditations-Praxis in passend in deinen Alltag ein. So schaffst du es, regelmässiger zu meditieren.

  • Du fährst mit dem Bus oder Zug 20 Minuten zur Arbeit? Nutze diese Zeit und meditiere!
  • Du musst 15 Minuten zuhause warten bis deine Partnerin auch nach Hause kommt? Nutze die Zeit und meditiere.

Die Zeit kann auch kürzer sein – 5 Minuten sind besser als 0 Minuten.

 

Meditationstipp 4: Nutze Hilfsinstrumente - und trage sie stets bei dir.

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Beruhigende Musik: ideal um zu entspannen und zu meditieren
  • Vielleicht brauchst du beruhigende Musik, um zu meditieren. Also trage die Kopfhörer möglichst oft mit dir.
  • Vielleicht brauchst du etwas in den Händen, um zu meditieren. Eine Gebetskettte (Mala) kann als Schmuck getragen werden – und dich durch ihr Gewicht und ihr Vorhandensein daran erinnern, dass du meditieren kannst.
  • Vielleicht hilft dir ein sichtbares Symbol.

    Dann nimm einen Spruch oder ein Bild und lade es dir als Bildschirmschoner auf dein Handy. Dieses erinnert dich jedes Mal wenn du aufs Handy schaust, dass du meditieren könntest.

     Oder klebe es dir an Bildschirm bei der Arbeit (falls du am PC arbeitest).

  • Vielleicht hilft dir aber auch ein Geruch. Dann organisiere dir einen Roll-on und fülle ihn mit dem feinen Duft. Jedes Mal wenn du es brauchst, streichst du dann das Öl auf deine Handgelenke und schnupperst daran. 

Deinen Atem hast du immer bei dir – du kannst dank ihm auch regelmässiger meditieren.

 

Diese kleinen Zeichen sollen dir dabei helfen, dich stets wieder auf dich und das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Dies sind Momente der Achtsamkeit.

 

Meditationstipp 5: Wenn du doch pausiert hast - starte deine regelmässige Meditations-Praxis einfach von Neuem.

Wir alle kennen diese Tage, in denen wir nicht dazu kommen zu meditieren. Der Job verlangt alles von uns ab, die Kinder drehen gerade durch, der Umzug frisst jegliche Freizeit, der Liebeskummer lässt uns kaum einen klaren Gedanken fassen. Es gibt unzählige Hindernisse, die uns davon abhalten regelmässiger zu meditieren.

 

Akzeptiere diese Tage – auch das ist Meditation! Akzeptieren, was gerade ist.

 

Und starte einfach wieder von neuem, sobald du kannst. Und wenn 1 Jahr vergangen ist… dann ist das halt so. Dann beginnst du halt in 12 Monaten wieder. Besser immer wieder zu starten, als nie zu meditieren, nicht wahr?

 

Wenn du immer wieder startest, wird sich in dir und deinem Körper die Erfahrung der Meditation integrieren. Die ersten "Erfolge" stellen sich ein. Mehr Ruhe, mehr Gelassenheit, mehr Entspannung. Du realisierst, was du wirklich willst, wie du dich wirklich fühlst, wer du bist. Und diese Erfahrungen werden dich letztlich dazu bringen, regelmässig zu meditieren. Diese Erfahrungen sind das schönste Geschenk der Meditation. Und dieses Geschenk wirst du dir immer wieder schenken wollen.

 

Frei von jedem Zwang

Es gibt keinen Wettkampf in der Meditation. Und es gibt keinen Richter in der Meditation. Niemand zählt und überprüft ob du es tust oder nicht. Letztlich geht es darum, dir einen Moment der Ruhe zu schenken. Und du entscheidest, wie oft du dir das schenken möchtest. Fühl dich zu nichts gezwungen – das ist das Letzte, was Meditation will. Meditation ist kein Zwang, Meditation ist Befreiung von all deinen (eingebildeten) Zwängen. Also auch frei von deinem Zwang, Meditieren zu „müssen“.

 

 

Literaturtipp: Meditation bringt dem Gehirn mehr graue Substanz