Meditieren im Bett

Die Frage ob im Bett oder nicht möchte ich nicht als erstes beantworten. Sondern zuerst auf den Nutzen der Meditation am Abend oder vor dem Einschlafen bzw. Meditation am Morgen / nach dem Aufwachen eingehen.

Meditation (im Bett) am Abend: ideal zum Einschlafen

Meditation am Abend kann dir helfen, nach einem langen, anstrengenden, hektischen Tag zur Ruhe zu kommen. Loslassen, entspannen und dann auch gut einschlafen und durchschlafen – ein Ziel vieler, die am Abend meditieren. Diesem Bedürfnis sollte die gewählte Meditation dann auch Rechnung tragen. Also keine aktivierende, euphorisierende Meditation (wie z.B. eine Kraftplatzmeditation oder starke Chakra-Meditation). Sondern etwas erdendes, ruhiges, entspannendes. Wenn man es mit Musik vergleichen würde: Eher Wellness-Massage-Musik statt Pop-Musik.

 

Tipps für die Meditation am Abend

Natürlich darfst du am Abend deinen „normalen“ Hobbies nachgehen. Du brauchst jetzt nicht gleich zum Mönch/zur Nonne zu mutieren. Einige Punkte wären aber gut zu berücksichtigen, damit die Meditation auch effektiv ist und Wirkung zeigen kann:

  1. Meditiere vor dem Schlafengehen. Erledige vorher alles was noch zu erledigen ist.
  2. Lass den Alkohol weg. Meditiere an den Abenden, an denen du keinen Alkohol trinkst. Wenn du täglich meditieren möchtest, dann reduziere den Alkohol auf das tiefstmögliche Mass (Anzahl Abende sowie Menge). Meditation geht nicht gut mit benebeltem Gehirn…
  3. Schalte TV und Mobile etwa 30 Minuten vor der Meditation aus. Nutze die 30 Minuten für einen warmen Tee, Zähneputzen, umziehen, Schlafzimmer lüften… Nimm ganz bewusst bereits jetzt das Tempo raus.
  4. Dämpfe das Licht. So signalisierst du deinem Körper, dass jetzt bald Schlafenszeit ist.
  5. Mach es dir gemütlich für die Meditation. Du solltest es richtig bequem haben und genügend warm angezogen oder  warm zugedeckt sein.
  6. Die Hände kannst du dir entweder auf den Bauch oder neben dich hin legen.
  7.  Lass dir nach der Meditation genügend Zeit.
  8.  Geh nach der Meditation ins Bett.
  9.  Erwarte nicht gleich sofort Wunder, sondern nimm jede Nacht so, wie sie sich zeigt.

Meine Erfahrung zeigt, dass die meisten abends am besten auf dem Rücken liegend entspannen können. Wenn du danach sowieso schlafen gehst, finde ich die liegende Position ebenfalls am besten.

 

Ideal ist in meinen Augen das sogenannte Shavasana mit Bodyscan:

Meditation (im Bett) am Morgen: für einen frischen, ruhigen Start in den Tag

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Meditation am Morgen: Bei vielen beliebt

Viele meditieren auch gerne am Morgen, weil ihr Geist noch ruhig ist. Auch ist noch kein TV, kein Radio oder Handy an, wenn du aufstehst. Du kannst auch diese Zeit nutzen, um zu meditieren. Ob du dabei liegst oder sitzt, ist dir überlassen. Hauptsache, du schläfst nicht gleich wieder ein. ;) Du kannst dabei eine Atemmeditation machen oder eine andere, die du kennst. Die Qualität einer Meditation am Morgen ist eher klärend, achtsam, stärkend.

Tipps für Meditation am Morgen

Auch hier helfen ein paar Tipps, um dich beim Meditieren am Morgen im Bett zu unterstützen:

  1. Sorge für frische Luft (lüfte kurz vorher, wenn das Fenster geschlossen war).
  2. Lass (wenn nötig) ruhige Musik leise laufen
  3. Nimm dir Zeit.
  4. Sei warm angezogen, aber nicht zu kuschelig (damit du nicht wieder einschläfst)
  5. Wenn du liegst: Leg die Hände auf den Bauch
  6. Wenn du magst, kannst du auch mit einer kurzen Atemübung ab oder atme 3-5 x tief ein und aus
  7. Schliesse die Meditation in Ruhe ab.
  8. Versuch diese Ruhe möglichst lange und entspannt aufrecht zu erhalten.
  9. Wenn sie irgendwann wegfällt: Kritisiere dich nicht dafür. Geniesse deinen Tag.

 

Nun zur Hauptfrage:

 

Meditation im Bett: Ja oder Nein? Was sind die Vorteile? Was sind die Nachteile?

So pauschal möchte ich sie nicht beantworten. Ich persönlich meditiere nicht im Bett. Ich finde es besser, wenn du einen speziellen Platz oder vielleicht sogar eine ganze Ecke/ein ganzes Zimmer für deine Ruhe/für deine Meditation hast.

 

Es lässt sich auf zwei Arten erklären:

  • Psychologisch: Einerseits programmieren wir uns auf Entspannung (um), wenn wir immer am selben Platz meditieren. Der visuelle Input, gekoppelt mit der Entspannung die folgt, werden mental und physisch abgespeichert. Und mit der Zeit entspannst du dich immer schneller am Meditationsplatz. Diese Programmierung wird verwässert, wenn wir im Bett schlafen, meditieren, Alpträume haben, uns vergnügen.
  • Energetisch: Auch energetisch erhält dein spezieller Meditationsplatz eine andere Schwingung, wenn du stets nur meditierst/entspannst an diesem Ort. Diese energetische Aufladung geht wie oben erwähnte auch verloren, weil wir noch andere Energien im Bett haben.
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Meditation im Bett kann sinnvoll sein.

Es gibt aber auch Gründe, die FÜR das Meditieren im Bett spricht:

  • Platzmangel: Wenn du schlicht und ergreifend keinen Platz für die Meditation hast, dann meditiere im Bett.
  • Wenn du ständig einschläfst (abends beim Meditieren) und Stunden später auf der Yogamatte erwachst: Dann meditiere abends im Bett und schlafe dafür gleich durch (weil das Bett bequemer ist).
  • Wenn du die Aufwachphase am Morgen im Bett zum Meditieren nutzen möchtest: Es gibt Menschen, die nutzen die Phase am Morgen für die Kontemplation. Weil der Geist dann am feinsten ist. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, dann meditiere morgens im Bett.

Fazit: Du kannst im Bett meditieren, musst aber nicht.

Wie du siehst, gibt’s kein Richtig oder Falsch. Meditation ist nicht gleich Meditation - Meditation ist vielseitig. Meditation hängt auch von deiner Absicht, deinen körperlichen wie auch räumlichen Voraussetzungen ab. Wichtiger ist, dass du überhaupt meditierst. Denn jeder Moment, in dem du mental, emotional und physisch zur Ruhe kommst, ist ein Moment in dem du Kraft tanken kannst. Kraft tanken für ein Leben, das du nach deinen Wünschen kreieren kannst.

 

 

Literaturtipp: Kann man im Bett meditieren

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