Buddhaköpfe: Trendige Innendekoration oder Verkörperung des höheren Selbst?

Buddhafiguren haben die Gartenzwerge abgelöst

Waren früher Tierfiguren, Gartenzwerge und menschliche Figuren in den Innen- und Aussenräumen vorzufinden, gibt es heute kaum eine Wohnung oder ein Haus, in dem keine Buddhafigur zu finden ist. Jeder, der etwas auf sich hält, hat einen Buddhakopf oder eine Buddhafigur in seinem Haushalt. Sei er / sie nun buddhistisch oder nicht. Ob man nun den Mahayana kennt oder nicht. Manch einer hat sogar eine Ahnung, wer Siddharta Gautama ist – und viele haben aber keinen blassen Schimmer davon. Die Frage ist: Ist das schlimm?

 

Was ist der Ursprung der Buddhafiguren?

Im Osten ist eine Buddhafigur nicht einfach eine Dekoration. Sondern ein Sinnbild einer höheren Macht. Eine Energie, die man sich ins Haus holt. Wer damit schon Probleme hat: Nun ja, daher kommt die Buddhafigur einfach.

 

Ziel/Wirkung einer Buddhafigur

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Das Ziel dieser Buddhafiguren ist aber nicht „nur“ eine schützende Energie in das Haus zu bringen, wie z.B. eine Engelsfigur, die man an die Tür hängt. Sondern das Ziel ist es vor allem, die – Achtung, Triggerwarnung! – die Erleuchtung dem Betrachter näher zu bringen. Indem man sich vor die Buddhafigur setzt, meditiert und somit irgendwann Erleuchtung erlangt.

 

Du kannst dieses Ziel nun mögen oder nicht: Das ist die Geschichte dahinter. Deswegen gibt’s so viele Buddhafiguren in den Tempeln. Und deswegen stehen die Buddhafiguren in Asien nicht einfach nur so dekorativ willkürlich in der Wohnung rum – im Gegenteil. In jedem asiatischen Haushalt, wo ein Buddha steht, ist ihm ein ganz bestimmter Platz zugeteilt: Der Altar. Es gibt einen kleinen Ort/eine kleine Ecke, die extra für den Buddha oder für die Götter reserviert ist. Dort wird nicht geschlafen, getrunken, geflucht, gestritten, geliebt oder sonst was. Dort wird gebetet und meditiert. Voller Achtsamkeit und Präsenz – und seien das nur 10 Sekunden.

 

Wer war Buddha?

Ich fände es schön, dass jede die/jeder der sich einen Buddha aufstellt, auch weiss, wer Buddha war. Schliesslich stelle ich auch keine Jesusfigur auf, ohne zu wissen, wer Jesus war…

 

Buddha aka Siddharta Gautama - eine Kurzfassung

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Buddha wurde als Siddharta Gautama geboren und war ein indischer Fürstensohn (gab es doch im indischen Reich mehrere Könige). Im Wohlstand geboren, sorgte sein Vater dafür, dass ihm das Elend des Alltags nicht unter die Augen kam. So wusste er nichts von Krankheit, Hunger, Tod, Armut etc.

 

Wenn er mit seiner Gefolgschaft durch die Stadt getragen wurde, wurden alle Armen, Kranken und Alten weggewiesen, damit er sie nicht sehen soll.

 

Eines Tages jedoch schlich er sich weg – und war zutiefst erschrocken und betroffen, als er all das Elend sah. Sein Herz brach, als er sah, wie andere hungerten und litten, während er in Dekadenz schwelgte. Der junge Prinz ging zu seinen Eltern und seiner jungen Frau zurück und teilte ihnen mit, dass er dem Königshaus entsagte und nun ein Leben als Bettler führen möchte.

 

Er verliess das Königshaus, lebte als Bettler und lernte von grossen Yogis und Rishis. Er lernte bei Weisen und Asketen. Als er über längere Zeit gefastet hatte (er führte ein asketisches Leben) und unter dem Bodhi-Baum sass, erlangte er Erleuchtung. Das bedeutet auch der Name „Buddha“: Der Erwachte.

 

Er erkannte, dass der „wahre Weg“ derjenige in der Mitte sei: Nicht in der totalen Askese, nicht in der totalen Völlerei/Dekadenz, sondern im Mittelmass.

 

Der Buddhakopf - eine Geschichte voller Leid

Das tönt ja jetzt alles super, nicht wahr? Und ein Grund mehr, eine Buddhafigur aufzustellen. Da stimme ich dir absolut zu. Wenn du jedoch die Wahl hast zwischen einer ganzen Buddhafigur oder einem BuddhaKOPF, solltest du eines wissen:

 

Der Buddhakopf ist in Asien nicht gern gesehen. Wurden doch den Buddhafiguren von den kommunistischen Roten Khmer die Köpfe abgeschlagen – zum Zeichen der Verachtung gegenüber Buddha und der Kultur. Die kommunistischen Roten Khmer und sein Anführer Pol Pot verboten während ihres Terror-Regimes sämtliche Religionsausübung, verbrannten Bücher und richteten wie Mao Tse Tung die intellektuelle Elite, unter anderem auch Mönche und Lehrer, hin. Aber auch alle, die der „Bourgeoisie“ frönten, wurden hingerichtet – insgesamt wurden 2.2 Millionen Menschen in dem Autogenozid umgebracht.

 

Wenn man sich dessen bewusst ist, stellt ein Buddhakopf nicht nur ein hübsches Deko-Element dar, sondern wird zu einem Symbol einer fürchterlich dunklen, traurigen, leidvollen Zeit.

 

Du kannst mit dem neuen Wissen nun bewusster wählen, ob du wirklich nur einen Kopf des Buddhas aufstellen willst, oder nicht lieber eine ganze Buddhastatue.

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Deswegen führe ich in meinem Kali-Shop auch keine Buddhaköpfe. Aus Respekt vor der Religion/dem Buddhismus, ihrer Kultur und ihrer Geschichte.

 

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