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Meditation und die Arbeit mit dem Unterbewussten

Es gibt so viele Meditationen wie es Sand am Meer hat. Jede Meditation kann für das Individuum angepasst werden. Es gibt einfachere, „harmlosere“ Meditationen. Sie arbeiten nicht mit Traumas, „stochern“ nicht im Unterbewusstsein herum. Sondern stärken und stabilisieren die Teilnehmer. Oder trainieren sie darauf, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Andere arbeiten mit Affirmationen, welche dich „programmieren“ sollen. Oder mit Mantras, welche eine Intention und Energie in dein Leben ziehen sollen.

 

Und es andere, die tief in das Unterbewusstsein gehen. Die Ängste, Traumas, vergangene Themen, etc. hervorholen. Und die sind definitiv nicht geeignet, um sie in einer „gängigen“ Meditationsgruppe anzuschauen.

 

Warum nicht?

 

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Erwartungshaltung

ERWARTUNGSHALTUNG

 

Sofern nicht klar kommuniziert wird, dass z.B. „das innere Kind geheilt wird“, eine „Vergebensmeditation“ gemacht wird oder wir „unsere Ängste“ anschauen, gehen ganz normale Teilnehmer davon aus, dass jetzt einfach entspannt wird. Oder dass geatmet wird.

 

Wenn du also eine Meditation üben willst, welche in die therapeutische Richtung geht, dann musst du das auch unbedingt so kommunizieren. Dann wissen die Leute, was sie erwartet und kommen auch nur, wenn sie offen und bereit dafür sind. Nicht jeder will vergeben. Nicht jeder will loslassen. Nicht jeder will stark werden. Nicht jeder will noch mehr Selbstliebe erfahren. Das mag für dich unvorstellbar sein - aber es ist so.

 

Die Erwartung von den Leuten ist dann aber auch, dass du sie entsprechend aufklärst/ihr Thema dann auch individuell anschaust - und nicht mit offenen Fragen entlässt.

 

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Vertrauen

VERTRAUEN

 

Nicht jede/r will in einer Gruppe (mehr oder weniger) fremder Menschen ihr Innerstes hervorzuholen. Und dann auch noch darüber zu reden. Es fühlt sich nämlich so an, als wärst du nackt, wenn du so etwas Persönliches hervorgeholt hast. Ausserdem möchtest du vielleicht auch nicht in der Gruppe weinen, zucken, oder verwirrt sein.

 

Und: vielleicht vertraut man DIR als Meditationsleiter/in auch zu wenig, um das Innerste nach Aussen zu tragen.

 

 

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Stabilisieren

STABILISIEREN

 

In einer Gruppe mit solchen tiefenpsychologischen oder therapeutischen „Meditationen“ zu arbeiten ist äusserst unpassend. Du müsstest jede Person dann abholen – und das im Plenum? Da kommt wieder Punkt „Vertrauen“ hervor. Die Teilnehmer/innen wollen solche Dinge oft nicht in der grossen Runde erzählen. Und werden eher schweigen. Und du kannst sie dann nicht stabilisieren. Man darf nicht unterschätzen, wie verstörend so tiefenpsychologische Meditationen sein können – und dass danach auch eine Zeit aufgewendet werden muss, um die Person abzuholen, zu stabilisieren und wieder „einzumitten“.

 

 

 

Und das nennt man dann ein „Therapeutisches Setting“. Und es unterscheidet sich von einem „Kurs-Setting“.

 

Das therapeutische Setting zeichnet meiner Meinung aus:

  • Vertraulichkeit
  • Vertrauen aufbauen zur Person
  • Erklären, was in der Meditation passiert
  • Individuelle Betreuung und enge Begleitung durch die Meditation
  • Nachbesprechung
  • Allenfalls Stabilisierungsübung

Wenn ich hingegen einen „allgemeinen“ 45-minütigen Meditationskurs anbiete, ist weder die Vertraulichkeit, noch die Offenheit nach Innen zu schauen noch die individuelle Begleitung gewährleistet.

 

Ich sage nicht, dass man das nicht tun darf. Aber: Sei dir bewusst, dass du einiges in den Menschen verursachen kannst. Von positiven wie auch negativen Gefühlen. Und sei deshalb nicht zu leichtfertig mit den Meditationen.


Der Meditations Tipp zum Sonntag

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