Meditation – übe, was du predigst

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich an einem Kongress, den eine gute Freundin organisiert hatte, namhafte Speaker live erleben durfte. Von Veit Lindau zu Robert Betz zu anderen tollen Gästen (Männer wie Frauen). Es war sehr bereichernd und inspirierend.

 

Bei einem Speaker fand ich eine Aussage sehr anregend:

  • Er stelle sich keinen Wecker mehr sondern stehe auf, wenn er Lust dazu hat
  • Er macht nur noch das, worauf er Lust hat
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Ist die Realität so?

Das tönt ja super reizvoll, dachte ich mir. Doch ist das auch realistisch?

Heute bin ich in der Situation, dass ich erfolgreich mein Unternehmen führe. Und ich kann mir auch meinen Tag einteilen, wie ich es mir wünsche. Und doch

  • stelle ich mir oft immer noch einen Wecker. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Ich will nicht zu lange ausschlafen, sondern will gewisse Arbeiten erledigt haben. Oder auch Zeit mit meinem Partner am Morgen verbringen, bevor er zur Arbeit fährt.
  • kann ich nicht nur die Dinge tun, die mir «Spass» machen. Auch wenn ich vieles delegiert habe und mich auf die Dinge fokussierte, in denen ich gut bin. Manchmal habe ich aber echt nicht die Musse und Lust, etwas zu schreiben. Und manchmal habe ich keine Lust, die Webseite anzupassen. Und manchmal habe ich keine Lust, ein Konzept zu erstellen. Und doch kann es niemand anderes. Und ich will es auch machen. Und es muss heute erledigt werden. 

Also ich für meinen Teil diszipliniere mich doch auch selber. Sei es mit dem Wecker. Oder sei es, dass ich gewisse Arbeiten doch jetzt erledige – weil es heute erledigt werden muss oder ich die nächsten Tage mit anderen Aufgaben blockiert bin.

Ausserdem haben diese Aussagen auch folgende Frage bei mir aufgeworfen: 

Gehen solche Tipps an der Zielgruppe vorbei?

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Als Vision oder grosses Ziel sind solche Formulierungen absolut legitim. Und in dem Rahmen, in dem diese Aussagen stattgefunden haben, fand ich sie auch absolut in Ordnung.

 

Ich für meinen Teil habe für mich entschieden, dass ich ganz anders vorgehen will.

 

Ich möchte unbedingt weiterhin in derselben Welt leben wie meine Kundinnen und Kunden. Ich will wissen und nachempfinden können, was ihre Herausforderungen und Challenges sind. Ich möchte wissen und nachempfinden können, wie ihre Welt aussieht.

 

Weil ich davon überzeugt bin, erst dann auch realitätsnahe und praktische Unterstützung bieten kann.

Denn wenn ich nicht verstehe und nachempfinde was sie bewegt, predige ich Tipps, die völlig an ihnen vorbeigehen. Natürlich ist es einfacher, Entspannungs- und andere Tipps zu geben, wenn man mehrheitlich selbstgesteuert ist und den halben Tag Zeit für sich hat. Diese Tipps sind wertvoll – doch oft nicht anwendbar für die meisten.

 

Natürlich wäre es gut, täglich 1 Stunde zu meditieren. Doch das ist nicht anwendbar für die meisten.

 

Meine Mission ist, Meditation den Leuten näher zu bringen - also muss ich sie und ihre Welt verstehen. Und die Meditation in ihren Alltag reinbringen können. 

 

Darum folge ich eher dem Motto: übe und praktiziere, was du selber predigst. Aber auch: Du musst auch verstehen und nachempfinden, was deine Kundinnen und Kunden so herausfordert. Wen Darum begebe ich mich in ihre Welt:

  • Reise in den ÖV zu Stosszeiten
  • Gehe wieder einer «normalen» Arbeit zu fixen Arbeitszeiten nach
  • Bin wie ganz «normale» Arbeitnehmerin tagsüber in Zürich unterwegs

Nicht weil ich muss. Sondern weil ich will. Weil ich echte, alltagstaugliche, praktische Tipps geben will. Weil ich eine ECHTE Unterstützung sein will. Weil ich nah bei den Menschen sein will. Weil dies meine Art ist, meine Thesen, Tipps und Ratschläge mit der Realität zu überprüfen